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100 Jahre SpVg 05/07 Odenkirchen

Die Vereinigung mit „Sportfreunde 05 Mülfort”

Nach der errungenen Westkreismeisterschaft verließen einige Spieler den Verein, einige zogen sich Verlet- zungen zu. Dazu kam, dass bei einem Spiel gegen Sülz 07 einige Spieler sehr disziplinlos spielten. Zwei Spieler wurden vom Spielbetrieb ausgeschlossen, davon einer lebenslänglich gesperrt. So geriet man in den Abstiegsstrudel. Da am grünen Tisch die drastischen Strafen zurückgenommen wurden, blieb man in der Saison noch erstklassig, stieg aber in der nächsten ab. Der Vorsitzende Höltgen trat zurück, und Klüfer wur- de sein Nachfolger.Wie schon erwähnt, traten in den Gründerjahren fast in allen Odenkirchener Honschaften Fußballvereine auf den Plan. So war es auch im nördlichen Stadtteil Mülfort-Bell und Dohr. Während Dohr, Geistenbeck, Güd- derath und Hockstein bis heute ihr sportliches Eigenleben führen, bestanden zwischen Mülfort-Bell und der Innenstadt immer gute Kontakte. Der Fusionsgedanke wurde bald von der einen, dann von der anderen Sei- te ins Gespräch gebracht. Die „Sportfreunde 05 Mülfort” spielten in der B-Klasse mit guten Leistungen. Des- halb glaubte der Verein, seine Selbstständigkeit erhalten zu müssen. Aber nach Rückschlägen wurde hier wie in Odenkirchen der Fusionsgedanke immer stärker. Beide Generalversammlungen beschlossen 1929 mit großen Mehrheiten den Zusammenschluss zu einem hoffentlich spielstarken Verein. Man nannte den neuen Großverein:

Sportvereinigung Odenkirchen 05/07

Als Vereinslokal wurde das „Deutsche Eck” und „Morjan (heute Beller Hof)” gewählt. An dieser Stelle soll die Geschichte der „Sportfreunde 05 Mülfort”, soweit sie bekannt ist, beleuchtet werden. Der älteste Odenkir- chener Fußballclub war der „FC Rheinland 05”. Dieser war sicherlich der Pionier in Sachen Fußball in der nördlichen Honschaft und damit auch eine der Wurzeln von „05/07”.

Der 12.05.1905 war der Gründungstag des „FC Rheinland 05”. Dies ist damit auch das Gründungsdatum unseres heutigen Vereins. Im Jahre 1907 entstand der Verein „Germania Bell”. Doch schon 1911 schlossen sich beide Vereine zum „FC Rheinland Bell 05” zusammen. Gespielt wurde auf verschiedenen Plätzen, im Stadtpark (heute Gymna- sium), an der Bellermühle, am Galgenberg, auf dem Platz neben den Hohenzollern an der Bahn und schließlich in der Nähe der Dohrer Schule. Erst 1920 schloss man sich dem WSV an und wurde der D- Klasse zugeteilt. Gleich im ersten Jahr wurde man Meister und stieg in die C-Klasse auf.

Ein weiterer Verein war der „VfB Mülfort”, der 1919 von Ehemaligen des vor dem Weltkrieg gegründeten „FC Brita- nia Mülfort” ins Leben gerufen wurde. Aber schon 1921 erfolgte die Vereinigung mit dem „Turn und Spielverein Mülfort”, der sich aus dem „VfB Mülfort” und dem „Turnverein Mülfort” gebildet hatte. Die Turner trennten sich kurz danach vom Verein. Die Fuß- ballmannschaft dagegen nahm unter dem Namen „Sportfreunde 05 Mülfort” von Anfang an eine führende Rolle unter den Konkurrenten ein Daran änderte sich im Wesentlichen bis zur Vereinigung mit „Odenkirchen 07” nicht viel.

Wiederaufstieg und der zweite Weltkrieg

Nun musste aus beiden Vereinen eine schlagkräftige Mannschaft gebildet werden. Die Hinserie in der ers- ten Saison nach der Vereinigung brachte ein Auf und Ab. Aber in der Rückserie hatte man eine schlagkräfti- ge Truppe, die ihre Stützen in Roosen H., Schormann, Kellers, Paulussen, Claßen im Mittelfeld, und als Mit- telläufer anfangs noch Schrammen, später Schwiers hatte. In der Rückserie wurde verlorener Boden wieder gut gemacht. Die „Vereinigten” brachten das Kunststück fertig, sich am Schluss mit „Bergisch Gladbach 09” und „Rhenania Köln” punktegleich die Tabellenspitze zu teilen. Die notwendigen Entscheidungsspiele ge- wann man 6:4 und 4:0. Der alte „Westkreisschreck” war wieder da. Odenkirchen hatte wieder seinen „Erst- klassigen”, unbeschreiblich war der Jubel.Es begann die so genannte Ära Schormann. Unter der Sturmführung dieses intelligenten, erstklassigen Fußballspielers machte die Mannschaft der Sportvereinigung wieder von sich reden. Stets hatte man einen achtbaren Platz in der Spitzengruppe.

Das Jahr 1933 brachte eine Umorganisation des Fußballsports mit einer Neueinteilung der Spielbezirke. Wir wurden dem Bezirk Krefeld/Düsseldorf zugeteilt. In der höchsten Spielklasse dieses Bezirks erkämpfte sich die erste Mannschaft in den Jahren 1933 bis 1940 viermal die Meisterschaft. In den jeweils folgenden Spielen zur Westdeutschen Meisterschaft konnte sie sich gegen die starken Mannschaften des Ruhrgebiets nicht durchsetzen. In diesen Jahren machte auch die 1930 gegründete Handballabteilung mit vier Mannschaften von sich reden. Unter der Leitung der Gebrüder Heinrich (im Zweiten Weltkrieg gefallen) und Willi Kreutz erkämpfte sich die erste Mannschaft die Meisterschaft der B-Klasse und stieg auf. Die Jugendabteilung des Vereins wurde zu dieser Zeit von Willi Zimmermann geleitet, allwöchentlich fanden Heimabende statt. Weiterhin bestand eine Leichtathletikabteilung unter der Leitung von Heinrich Kleinen. Sie unterteilte sich in Männer- und Frauenriegen. Von den Gebrüdern Gröters und Hubert Wintzen wurde 1936 eine Tischtennisabteilung gegründet. Eine Boxabteilung wurde von Willi Franken gegründet. Die Kämpfe wurden im überfüllten Burgsaal durchge- führt. Die Boxstaffel bestand aus den Sportlern: Lackner, Windels, Röllkes, Blacha, Schaagen und Pellen.

Im Jahre 1937 traten der Odenkirchener Schwimmverein und der TVO der Sportvereinigung als Abteilung bei. So stand die Sportvereinigung in den Jahren 1937 bis 1940 auf dem bisherigen Höhepunkt ihres sportli- chen Lebens. Mit den Abteilungen Turnen, Fußball, Leichtathletik, Handball, Tischtennis, Schwimmen und Boxen, unter der Leitung des Vereinssportwarts Heinz Küppers, wurde für eine straffe Organisation des Ü- bungsplanes gesorgt.

Im Jahre 1940 verabschiedete man eine neue Satzung und wurde am 24. Januar 1942 ins Vereinsregister des Odenkirchener Amtsgerichts eingetragen. Von nun an trug der Vereinsname den Zusatz „e.V.”.

Der große Aufschwung wurde jäh unterbrochen durch den Ausbruch des 2. Weltkrieges im Jahre 1939. Mehrere Vorstandsmitglieder und Abteilungsleiter sowie aktive Mitglieder wurden zur Wehrmacht eingezo- gen. Die Zurückgebliebenen versuchten zunächst, den Spielbetrieb aufrecht zu erhalten, was bis zum Früh- jahr 1940 auch gelang. Doch dann kam das sportliche Leben in den weiteren Kriegswirren voll zum Erlie- gen. Das Vereinseigentum, darunter ein herrlicher Boxring mit allem Zubehör, ging in den Bombennächten in Feuer auf Die Umkleideräume und die Umzäunung auf dem Sportplatz wurden zerstört. Im Jahre 1944 ging dann auch noch das Archiv des Vereins (im Beller Hof) im Bersten der Bomben unter.

Bei der Kapitulation im Mai 1945 schien die Sportvereinigung ausgelöscht, aber es schien nur so.

Wieder ein Neubeginn

Aber wie beginnen? Das war die Frage, mit der sich Odenkirchener Sportinteressierte, die sich schon im August 1945 zu einer ersten Versammlung zusammenfanden, auseinanderzusetzen hatten. Vom Sportplatz war nur noch eine durch Bomben zerfetzte Fläche vorhanden. Zwischen den Bombenkratern hatte man eine Reihe von Behelfsheimen erstellt. Das gesamte Spielinventar war dem Krieg zum Opfer gefallen. Die ersten Spiele wurden auf einem Platz hinter dem Gymnasium ausgetragen. Es ging alles heimlich, still und leise, da zunächst die Militärregierung alle sportliche Betätigung verbot. Ein auf Kreisebene ausgerichtetes Spielprogramm brachte unsere erste Mannschaft im Jahre 1946 an die Tabellenspitze. Im Jahr 1947 gründete sich der Fußballverband Niederrhein (FVN). Von ihm wurde der Wiederaufbau des Spielsystems in verschiedenen Gruppen und Klassen vorangetrieben. Unsere Elf wurde in die „Bezirksklasse linker Niederrhein” eingereiht. Wir errangen zwar die Gruppenmeisterschaft, scheiterten aber in den Aufstiegsspielen. Der Aufstieg gelang dann in der Spielzeit 1947/48. Die Schwarzgelben spielten nun in der Verbandsliga, der damaligen höchsten Amateurklasse. Nach nur einjähriger Zugehörigkeit stiegen sie wieder in die Bezirksliga ab. Vom 23. bis 30.08.1947 feierte die Sportvereinigung ihr 40jähriges Bestehen mit einem Festbankett im Hotel Abels in Wickrath und einer Sportwoche mit allen Abteilungen. Die Turnabteilung und die Schwimmabteilung trennten sich nach 15- jähriger Zugehörigkeit wieder von der Sportvereinigung. Erstere führt bis heute wieder unter der alten Bezeichnung TV 1849 Odenkirchen (TVO) ihr eigenes Vereinsleben.

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